Wie man das digitale Zertifikat exportiert und sichert (PC, Mac und Mobilgeräte)
Du wechselst den Computer, setzt den PC neu auf oder verlierst dein Handy. Ohne Sicherungskopie ist dein digitales Zertifikat mit weg.
Es wiederherzustellen ist nicht mit einem Klick getan: Du musst es neu beantragen und deine Identität nachweisen. Dieser Leitfaden zeigt dir, wie du die Kopie unter Windows, Mac, Android und iPhone erstellst und auf einem anderen Gerät installierst.
Das ist die Sicherungskopie des Zertifikats mit seinem privaten Schlüssel, geschützt durch ein Passwort. Laut FNMT hängt die Endung vom Programm ab: .pfx vom Windows-Assistenten, .p12 von Firefox und der Mac-Schlüsselbundverwaltung. Sie werden gleich installiert.
Bevor du anfängst: Wo ist dein Zertifikat gespeichert?
Die Methode hängt davon ab, wo es installiert ist.
Chrome, Edge und Firefox auf dem Computer oder der Schlüsselbund auf dem Mac. Du kannst es mit dieser Anleitung exportieren.
Das hängt davon ab, wie du es heruntergeladen hast. Wir erklären es weiter unten.
Laut FNMT lässt sich ein auf einer Karte ausgestelltes Zertifikat nicht mit seinem privaten Schlüssel exportieren. Wenn du es auf eine Karte oder einen Schlüssel übertragen willst, erstelle vorher die Kopie.
Wenn du beim Exportieren nicht „Privaten Schlüssel exportieren" auswählst, erhältst du eine .cer-Datei, die als Kopie nicht taugt. Laut FNMT musst du ein neues Zertifikat beantragen, wenn du den Export vom Original nicht wiederholen kannst.
Das Zertifikat unter Windows exportieren (Chrome)
In Chrome: Einstellungen → Datenschutz und Sicherheit → Sicherheit → Zertifikate verwalten → „Aus Windows importierte Zertifikate verwalten".
Es befindet sich im Reiter „Persönlich". Ein Windows-Assistent öffnet sich. Klicke auf „Weiter".
Das ist der entscheidende Schritt. Lass das Dateiformat auf den Standardeinstellungen.
Gib ein Passwort ein und bestätige es. Du brauchst es jedes Mal, wenn du die Kopie importierst. Bewahre es in einem Passwortmanager auf.
Klicke auf „Durchsuchen", wähle den Speicherort, dann „Weiter" und „Fertig stellen". Windows weist darauf hin, dass der private Schlüssel exportiert wird: Bestätige das. Danach siehst du eine Erfolgsmeldung.
Edge: Einstellungen → nach „Zertifikate" suchen → Zertifikate verwalten → Reiter „Persönlich" → Exportieren. Danach folgst du demselben Assistenten.
Firefox speichert Zertifikate separat. Gehe zu Einstellungen → Datenschutz & Sicherheit → Zertifikate anzeigen → Reiter „Ihre Zertifikate", wähle deines aus und klicke auf „Sichern". Lege ein Passwort fest. Es entsteht eine .p12-Datei. Auf dem Mac tippst du die Endung .p12 beim Benennen der Datei selbst ein.
Das Zertifikat auf dem Mac exportieren
Safari und Chrome nutzen auf dem Mac den Schlüsselbund des Systems.
Im Finder: Gehe zu → Dienstprogramme → Schlüsselbundverwaltung.
Wähle dein Zertifikat in der Liste aus.
Wähle Namen und Ordner. Das Ergebnis ist eine .p12-Datei.
Klicke auf OK. Dieses Passwort schützt die Datei.
Sicherungskopie auf dem Handy
Auf dem Handy ist es anders: Nicht immer gibt es eine Schaltfläche zum „Exportieren".
Android
Wenn du das Zertifikat mit der FNMT-App heruntergeladen und dabei eine Kopie angelegt hast, existiert die Datei bereits. Suche sie mit „Dateien" oder „Meine Dateien" im Ordner Downloads: Sie trägt deinen Namen und endet auf .p12.
Laut FNMT-Handbuch kannst du die Kopie später nicht mehr auf dem Handy erstellen, wenn du sie nicht sofort angelegt hast. Nutze dann die Kopie vom Computer, falls du eine hast.
iPhone
Laut FNMT kannst du es erneut herunterladen, wenn der Antrag unter „Beantragte Zertifikate anzeigen" erhalten bleibt. Beim Download wirst du gefragt, ob du es teilen möchtest. Teile es über die Mail-App und sende es dir per E-Mail. Speichere die .p12-Datei danach auf dem Computer.
Lösche die Nachricht, wenn du fertig bist, und sende das Passwort nicht über denselben Kanal. E-Mail dient zum Verschieben, nicht zum Aufbewahren.
Die Kopie auf einem anderen Gerät oder auf dem Handy installieren
Mit der .p12- oder .pfx-Datei und ihrem Passwort kannst du das Zertifikat installieren, wo du es brauchst.
Aus Windows importierte Zertifikate verwalten → Importieren → Datei wählen → Passwort eingeben. Aktiviere „Privaten Schlüssel als exportierbar markieren", wenn du es später erneut exportieren möchtest.
Schlüsselbundverwaltung → Schlüsselbund „Anmeldung" → Kategorie „Meine Zertifikate" → Ablage → Objekte importieren → Datei wählen und Passwort eingeben.
Kopiere die Datei auf das Handy. Einstellungen → Sicherheit → Speicher für Anmeldedaten → „Aus Telefonspeicher installieren". Wähle die Datei, gib das Passwort ein und vergib einen Namen ohne Leerzeichen. Bei „Verwendung" wählst du „VPN und Apps".
Sende die Datei an ein E-Mail-Konto in der Mail-App des iPhones oder speichere sie in iCloud. Tippe auf die Datei und folge dem Installationsassistenten.
Wo du die Kopie aufbewahren solltest
Eine Kopie auf demselben PC schützt dich nicht, wenn der PC ausfällt. Bewahre sie woanders auf.
- USB-Stick, an einem sicheren Ort und getrennt vom Computer.
- Verschlüsselter Speicher oder ein Passwortmanager, der Dateianhänge unterstützt.
- Zwei Kopien an verschiedenen Orten, falls eine ausfällt.
Bewahre das Passwort der Datei getrennt in deinem Passwortmanager auf. Und schütze dieses Konto mit einem zweiten Faktor: Den Leitfaden findest du hier: Was ist 2FA und wie du deine Konten mit YubiKey schützt.
Wenn du das Zertifikat auf einem Sicherheitsschlüssel mitnehmen willst
Mit der fertigen Kopie kannst du das Zertifikat auf einen physischen Sicherheitsschlüssel importieren und mit seiner PIN an jedem Computer nutzen.
Tu das immer nach dem Erstellen der Kopie. Laut ChipNet-Handbuch lässt sich vom Schlüssel nur der öffentliche Teil des Zertifikats exportieren. Deine .pfx- oder .p12-Datei ist die einzige vollständige Kopie.
Die Schritte zum Importieren findest du hier: ChipNet FIDO2: Was ist es, wie funktioniert es und wie du dein digitales Zertifikat verwendest.
ChipNet FIDO2 NFC Plus
FIDO2, U2F, NFC, OTP und PIV (digitales X.509-Zertifikat). Laut ChipNet funktioniert er unter Windows und Mac ohne Treiber. Der Basic unterstützt kein digitales Zertifikat.
NFC: Ja
Was du nicht tun solltest
- Die Kopie oder ihr Passwort an jemanden weitergeben. Die FNMT weist darauf hin, dass der Inhaber für das Zertifikat verantwortlich ist.
- Die Datei ohne Passwort speichern oder in einem freigegebenen Ordner ablegen.
- Die Kopie nur auf dem Computer lassen, den du schützen willst.
- Vergessen, die Kopie zu erneuern: Wenn du das Zertifikat verlängerst, exportiere das neue mit seinem privaten Schlüssel.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen .pfx, .p12 und .cer?
.pfx und .p12 sind die Kopie mit privatem Schlüssel: Mit ihnen stellst du das Zertifikat wieder her. .cer und .crt enthalten nur den öffentlichen Teil und taugen nicht als Sicherungskopie.
Was tun, wenn ich das Passwort der Datei vergesse?
Eine geschützte Datei lässt sich ohne ihr Passwort nicht öffnen. Wenn du es nicht mehr weißt und keine andere Kopie hast, musst du bei der FNMT ein neues Zertifikat beantragen.
Kann ich das Zertifikat meines DNIe oder einer Karte exportieren?
Nein. Laut FNMT lässt sich ein auf einer Karte ausgestelltes Zertifikat nicht mit seinem privaten Schlüssel exportieren.
Kann ich dieselbe Kopie auf mehreren Geräten installieren?
Ja, solange du die Datei und ihr Passwort hast. Je mehr Geräte sie haben, desto sorgfältiger solltest du darauf achten, wo du sie aufbewahrst.
Mach sie heute, solange du es noch kannst
Eine Kopie mit privatem Schlüssel, ein starkes Passwort und zwei Aufbewahrungsorte lösen fast alle Probleme.
Unter Android muss die Kopie beim Herunterladen des Zertifikats erstellt werden. Bei Karte oder Sicherheitsschlüssel vor der Übertragung.
Offizielle Quellen: FNMT, häufige Fragen zu Export und Import und FNMT, mobiles Gerät.
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